Technische Assistenz

 

Die Technische Assistenz führt Beratungen für Personen mit Beeinträchtigungen durch, welche behinderungsbedingt mit Hilfsmitteln ihren Berufsalltag besser bewältigen können.

 

Warum Technische Assistenz?

Ergonomische und technische Hilfsmittel unterstützen Menschen  mit Beeinträchtigung dabei, den Arbeitsalltag gesünder und einfacher zu bewältigen, Am Schweissgerätindem sie die Kraftanstrengung verringern oder die Nutzung von Computer oder anderen technischen Geräte vereinfachen.

Die Technische Assistenz informiert über die ideale Arbeitsplatzadaptierung, um behinderungsbedingte Einschränkungen zu vermeiden. Sie organisiert Leihstellungen, unterstützt bei der Entscheidungsfindung und organisiert die Finanzierung durch öffentliche Träger.

Die Technische Assistenz betrachtet nicht nur den eigentlichen Arbeitsplatz, sondern auch andere Räumlichkeiten, die genutzt werden, wie Sanitär- und Sozialräume, Kantine und Besprechungsräume.

 

Wer wird angesprochen?

Personen, die behinderungsbedingt eine Arbeitsplatzadaptierung benötigen und ein aufrechtes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis haben oder kurz davor stehen.

 

Wie läuft das ab?

Nach Kontaktaufnahme mit der Technischen Assistenz kommt es zu einem Treffen am Arbeitsplatz, um sich ein Bild vor Lernen wie man einen Computer bedientOrt zu machen. Danach werden anhand der Stellenbeschreibung oder des Berufsbildes die Aufgaben und die damit notwendigen Bewegungen und die Nutzung von Geräten gemeinsam mit dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin analysiert. In diesen Prozess werden auch Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte und Präventivkräfte des Unternehmens einbezogen.

Leihstellungen werden organisiert, um bewerten zu können, ob die Lösungen alltagstauglich sind.

Entscheidet sich der Mensch mit Behinderung für eine Ausstattung, die ideal für die gestellten Aufgaben sind, wird durch die technische Assistenz Förderanträge an mögliche Finanzgeber gestellt.

Die Technische Assistenz kontrolliert die Umsetzung der Lösung vor Ort und fordert Gewährleistung bei den Lieferfirmen ein.

 

Fallbeispiele

Fall A

Der junger Mann P. arbeitet als Bürokaufmannslehrling. Er kann aufgrund seiner spastischen Lähmungen die Standardtastatur und die Computermaus nicht nutzen. Die Eingabe von Text erfolgt nach der Beratung mittels Spracheingabesystem und es wird ein spezieller Joystick eingesetzt, der den motorischen Möglichkeiten des jungen Mannes entspricht.

Fall B

Für Frau H. ist es nicht möglich den bestehenden Montagearbeitsplatz in einer Produktionsfirma zu nutzen. Da sie kleinwüchsig ist, kann sie die Sitzfläche des Stuhles nicht erreichen und sich beim Arbeiten ausreichend anlehnen. Es wurde ein für sie geeigneter Arbeitsstuhl angepasst und eine Aufstiegshilfe und Fußablagefläche montiert. Die Arbeitsmittel wurden auf ergonomische Prinzipien überprüft. Schraubenzieher, Montagegeräte und Montagebehälter wurden auf die Greifmöglichkeit angepasst.