Am 21. März wird der Welt-Down-Syndrom-Tag begangen. Der internationale Aktionstag macht auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Trisomie 21 aufmerksam und setzt ein Zeichen für Inklusion, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe. Das Datum – der 21. Tag des dritten Monats – symbolisiert das dreifache Vorhandensein des 21. Chromosoms.
Auch arbas Tirol nutzt diesen Tag, um auf die Bedeutung von inklusiver Arbeit hinzuweisen. Mit der vom Land Tirol finanzierten Leistung „mittendrin“ begleitet arbas Tirol Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Derzeit unterstützt mittendrin 28 Menschen mit Trisomie 21 dabei, eine passende Arbeitsstelle zu finden, zu halten und langfristig im Berufsleben zu bleiben.
Arbeit ermöglicht Teilhabe
Menschen mit Down-Syndrom haben vielfältige Fähigkeiten und Interessen – und genauso vielfältig sind auch ihre Arbeitsplätze. Entscheidend sind individuelle Unterstützung, passende Rahmenbedingungen und Betriebe, die bereit sind, Chancen zu ermöglichen. Schätzungsweise leben derzeit etwa 9.000 Menschen mit Trisomie 21 in Österreich.
„Arbeit bedeutet weit mehr als Einkommen – sie bedeutet Teilhabe, Selbstbestimmung und Anerkennung. Menschen mit Trisomie 21 bringen Stärken, Motivation und Perspektiven in Betriebe ein. Unser Ziel ist es, diese Potenziale sichtbar zu machen und gemeinsam mit Unternehmen nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen“, betont arbas Geschäftsführer Harald Schneider.
Bei „mittendrin“ werden die Teilnehmenden individuell begleitet: Von der Berufsorientierung über Praktika bis hin zur langfristigen Unterstützung im Arbeitsalltag. Dabei arbeiten die Fachkräfte von arbas Tirol eng mit Betrieben, Angehörigen und Systempartner*innen zusammen. Die Begleitung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen. Die Themen können vielfältig sein: Die Unterstützung der Fachkräfte reicht von Struktur im Arbeitsalltag, Konzentration, Zeitmanagement, Unterstützung in der Kommunikation bis hin zu emotional herausfordernden Themen.
Mehr Sichtbarkeit für Inklusion
Der Welt-Down-Syndrom-Tag soll Bewusstsein schaffen und Stereotype sowie Vorurteile abbauen. Gleichzeitig macht er sichtbar, dass echte Inklusion gelingen kann, wenn Menschen mit Behinderungen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben auch am Arbeitsmarkt.
„Für Menschen mit Trisomie 21 ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt gut möglich – vorausgesetzt, es werden ausreichende und passende Unterstützungsstrukturen bereitgestellt. Zentral dafür sind geeignete Rahmenbedingungen. Inklusion ist eine Chance, die noch viel zu wenig gelebt wird“, sagt Ramona Weber, die Leiterin von mittendrin.
arbas Tirol setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit zu begleiten. Unterstützungsangebote wie „mittendrin“ zeigen, dass inklusive Arbeitswelten möglich sind – wenn man sie gemeinsam gestaltet. arbas Tirol wird finanziert vom Sozialministeriumservice und Land Tirol.