Simon Moser, 25 Jahre alt, ist seit 2023 im Silberhoamat Marienheim tätig. Unterstützt wird er dabei von arbas „mittendrin“. In seiner Freizeit ist Simon aktiv in vielen Vereinen, unter anderem bei der Alpbacher Heimatbühne, wandert gerne, geht ins Fitnessstudio und betreibt Kickboxen.
TIROL. Ein vielseitiger Arbeitsalltag. „Mein Arbeitsplatz fühlt sich fast wie mein Zuhause an“, erzählt Simon. Über seinen ehemaligen Pflegedienstleiter und arbas „mittendrin“ kam er zu seiner jetzigen Arbeitsstelle. „Mir hat es gleich gut gefallen. Ich wurde sofort nett aufgenommen. Mein erster Pflegedienstleiter war sehr wichtig für mich.“ Schwieriger war für ihn anfangs, wenn Bewohner verstorben sind.
Vielfältige Aufgaben und Stolz im Alltag
Simon übernimmt viele Aufgaben im Heim. Er schreibt den Essensplan auf die Tafel, deckt Tische, faltet Servietten, hilft im Büro beim Schreddern von Akten und der Postverteilung und unterstützt in der Küche bei der Essensvorbereitung. Besonders gerne schreibt er den Essensplan und beteiligt sich an Aktionen wie dem „Rollentausch“, bei dem Mitarbeitende die Aufgabenbereiche wechseln. „Beim letzten Rollentausch war ich Zivildiener. Beim nächsten Mal möchte ich gerne mit meinem Pflegedienstleiter gemeinsam die Leitung übernehmen“, sagt Simon.
Stolz macht ihn vor allem der gute Umgang mit Bewohnerinnen und Kolleginnen. Schwierige Situationen, wie der Verlust von Bewohnern, bespricht er regelmäßig mit Leonie von arbas „mittendrin“ und Birgit aus der Verwaltung. „So können wir gemeinsam Lösungen finden und alles besprechen, was ansteht“, erklärt er.
Seine Kollegen beschreibt er als herzlich, hilfsbereit und freundlich. „Ich komme mit jedem gut aus“, sagt Simon. Ein besonderes Erlebnis für ihn: „Dass ich Down-Syndrom habe und im Silberhoamat Marienheim eine Arbeitsstelle gefunden habe, die mir Aufgaben gibt, die ich gut erfüllen kann – und die mir Spaß machen.“
Unterstützung von arbas „mittendrin“
Die Begleitung durch arbas „mittendrin“ ist für Simon ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitsalltags. „Leonie hilft mir, wenn ich den Bus nicht erwische oder bei schwierigen Aufgaben. Wir treffen uns alle zwei Wochen und besprechen gemeinsam, was ansteht“, erzählt Simon. Durch spielerische Methoden, wie das Staubsaugen in ein kleines Spiel zu verwandeln, konnte er auch Aufgaben, die ihm zunächst schwerfielen, leichter bewältigen.
„Simon ist ein sehr engagierter und motivierter Mitarbeiter“, betont Leonie Jann von arbas „mittendrin“. „Er packt dort an, wo er gebraucht wird, zeigt viel Eigeninitiative und unterstützt den täglichen Ablauf im Heim bestmöglich. Teilhabe funktioniert nur, wenn alle flexibel zusammenarbeiten – genau diese Offenheit erleben wir täglich.“
Perspektive & Botschaft
Für die Zukunft wünscht sich Simon, dass der Umbau im Haus schnell abgeschlossen wird und er noch lange im Silberhoamat Marienheim arbeiten kann. „Es macht mich stolz, jeden Tag in die Arbeit zu fahren. Es gibt mir ein gutes Gefühl, eine Arbeitsstelle zu haben.“
Seine Botschaft an andere Menschen mit Down-Syndrom: „Habt Geduld und glaubt an euch. Traut euch, eine Arbeit zu machen, und nutzt die Chancen, die ihr bekommt.“ Unterstützung und ein gutes Team seien dabei entscheidend: „Wenn jeder so ein Team hätte, könnte jeder gut arbeiten."
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