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Soziale Gerechtigkeit braucht echte Chancen am Arbeitsmarkt

Zum Internationalen Tag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar.

Seit 30 Jahren setzt sich arbas Tirol dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen und Unterstützungsbedarf faire Chancen am Arbeitsmarkt erhalten. Anlässlich des Internationalen Tages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar rückt das Tiroler Sozialunternehmen die Bedeutung von gleichberechtigter Teilhabe an Ausbildung und Beruf in den Mittelpunkt – und warnt vor aktuellen Entwicklungen.

Im Dezember 2025 lag die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen um 11,8 Prozent höher als im Vorjahr – ein Anstieg, der rund viermal so stark ausfiel wie jener der Arbeitslosigkeit insgesamt. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Menschen mit Behinderungen sind von wirtschaftlichen Schwankungen besonders stark betroffen.

„Soziale Gerechtigkeit zeigt sich ganz konkret am Arbeitsmarkt“, betont der Geschäftsführer Harald Schneider. „Es geht nicht nur um Rechte auf dem Papier, sondern um echte Möglichkeiten, Talente zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“

30 Jahre Engagement für Teilhabe

Seit der Gründung begleitet arbas Tirol Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung. Mit Angeboten wie Jugendcoaching, Berufsausbildungsassistenz, Arbeitsassistenz, Jobcoaching, Betriebsservice, Technische Assistenz und mittendrin unterstützt die Organisation sowohl Arbeitssuchende als auch Unternehmen – individuell, praxisnah und nachhaltig. Arbas Tirol wird finanziert vom Sozialministeriumservice und Land Tirol.

In drei Jahrzehnten konnten tausende Menschen bei ihrer beruflichen Integration begleitet und zahlreiche Betriebe für inklusive Beschäftigung gewonnen werden. Damit leistet arbas Tirol einen wichtigen Beitrag zu einem chancengerechten Arbeitsmarkt in Tirol.

Soziale Gerechtigkeit braucht Verlässlichkeit

„Gerade angesichts steigender Arbeitslosenzahlen unter Menschen mit Behinderungen braucht es stabile Unterstützungsangebote, langfristige Finanzierung und ein klares politisches Bekenntnis zur Inklusion. Soziale Gerechtigkeit darf kein Sparposten sein“, betont Harald Schneider. 

Das 30-jährige Bestehen nimmt arbas Tirol zum Anlass, Erfolge sichtbar zu machen, Danke zu sagen und gleichzeitig deutlich zu machen: Inklusion ist kein Randthema, sondern ein Qualitätsmerkmal einer modernen und zukunftsfähigen Gesellschaft.